Erasmus

Die Ardeyschule ist seit 2025 Erasmus+-Schule.

Hinweis: Sie werden zu Erasmus+ (www.erasmusplus.de) weitergeleitet. Die Ardeyschule hat keinen Einfluss auf die Plattform oder die Inhalte.

Erasmus+ – Lernen in Europa

Erasmus+ ist das EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport. Seit 2014 werden durch dieses Programm nicht nur Schülerinnen und Schüler sowie Studierende, sondern auch Erwachsene in der pädagogischen Arbeit gefördert. Somit steht das Programm allen offen, die in den Bereichen allgemeiner und beruflicher Bildung tätig sind.

Ein Satz wurde in allen Informationsveranstaltungen und Videokonferenzen immer wieder betont: „It is not a travel agency – it is about learning!“ Im Mittelpunkt stehen der fachliche Austausch, die persönliche Weiterbildung und das Lernen voneinander.

Der Weg zur Erasmus+-Schule

Die Ardeyschule hat sich in einem aufwändigen Verfahren mit einem sogenannten Kurzzeitprojekt für den Projektzeitraum vom 1. Januar 2025 bis Oktober 2025 beworben. Dazu gehörten eine rund 30-seitige Bewerbung, teilweise in englischer Sprache, sowie mehrere Videokonferenzen.

Ziel unseres Antrags war es, Einblicke in andere europäische Schulsysteme zu gewinnen, Bildungsideen auszutauschen und neue Perspektiven für den Umgang mit zunehmender Heterogenität und Inklusion zu erhalten.

Ein Satz wurde in allen Informationsveranstaltungen und Videokonferenzen immer wieder betont: „It is not a travel agency – it is about learning!“ Im Mittelpunkt stehen der fachliche Austausch, die persönliche Weiterbildung und das Lernen voneinander.

Erfolgreiche Bewerbung

Von 134 eingereichten Anträgen in Deutschland erhielten 118 eine Zusage. Die Ardeyschule gehört zu den ausgewählten Schulen und ist nun offiziell Erasmus+-Schule.

Ziel unseres Antrags war es, Einblicke in andere europäische Schulsysteme zu gewinnen, Bildungsideen auszutauschen und neue Perspektiven für den Umgang mit zunehmender Heterogenität und Inklusion zu erhalten.

Ein Satz wurde in allen Informationsveranstaltungen und Videokonferenzen immer wieder betont: „It is not a travel agency – it is about learning!“ Im Mittelpunkt stehen der fachliche Austausch, die persönliche Weiterbildung und das Lernen voneinander.

Europäischer Austausch als Chance

Die Teilnahme am Erasmus+-Programm eröffnet der Ardeyschule die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen im europäischen Ausland zu sammeln, neue Ideen für die eigene Schulentwicklung mitzunehmen und internationale Kontakte aufzubauen.

Wir freuen uns auf spannende Begegnungen, neue Impulse und viele Anregungen für unsere Arbeit an der Ardeyschule.

Erste Fortbildung in Finnland

Im Rahmen des Projekts wird Frau Niehues Anfang März nach Helsinki reisen, um Einblicke in das finnische Schulsystem zu gewinnen.

An dem Fortbildungskurs nehmen Lehrkräfte aus verschiedenen europäischen Ländern teil, darunter Frankreich, Bulgarien, Italien und Schweden (Stand Ende Februar). Neben den täglich stattfindenden Fortbildungsveranstaltungen vor Ort bietet der Kurs zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch über die jeweiligen Schulsysteme und pädagogischen Erfahrungen.

Erasmus+-Fortbildung in Helsinki

Einblicke in das finnische Schulsystem – Ein Bericht von Frau Niehues

Im März 2025 ging es für mich zu einer einwöchigen Fortbildung nach Helsinki, um Einblicke in das finnische Schulsystem zu bekommen. Im Vorfeld zeichnete sich ab, dass der Kurs aus Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Deutschland, Italien, Frankreich, Schweden, Bulgarien, Ungarn, La Réunion und den USA bestehen würde.

Die Kurssprache war Englisch. Obwohl ich mich dieser Sprache durchaus mächtig fühle, merkte ich bereits am zweiten Kurstag, dass dies doch herausfordernd ist. Nicht, weil ich die Inhalte nicht verstanden hätte, sondern weil man sechs Stunden am Tag in einer anderen Sprache diskutiert, Informationen verarbeitet und sich verständigt.

Ablauf der Fortbildungswoche

Der Kurs begann jeden Morgen zwischen 8.30 Uhr und 9.00 Uhr und endete gegen 14.00 bzw. 14.30 Uhr. Zum Teil gab es Inputs der Kursleiterin, zum Teil arbeiteten wir mithilfe von Texten oder kurzen Filmen eigenständig an verschiedenen Themen. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, praktische Beispiele vor Ort kennenzulernen.

Abgerundet wurde die Woche durch eine sehr interessante Stadtführung durch Helsinki sowie den Besuch eines Freilichtmuseums.

Vorurteile und erste Eindrücke

Im Vorfeld hatte ich immer die Vorstellung, dass die nordischen Länder – und allen voran Finnland – ausschließlich über hochmoderne Schulen verfügen und deshalb bei internationalen Vergleichsstudien wie PISA so erfolgreich sind. Ich hatte Bilder von modernsten Gebäuden und einer vollständigen Digitalisierung vor Augen.

Das stimmt zum Teil auch. Finnland investiert viel Geld in die Zukunft des Landes – und damit in seine Schulen und Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig habe ich aber auch Schulen gesehen, die deutschen Schulen in vielen Bereichen sehr ähnlich sind.

Chancengleichheit als Grundprinzip

Entscheidend für den Erfolg des finnischen Schulsystems sind vielmehr andere Faktoren. Dazu gehören kostenlose Schulbücher für alle Kinder sowie eine warme, kostenfreie Mahlzeit für jedes Schulkind – und das bereits seit 1948. Diese Maßnahmen schaffen Chancengleichheit und gleichen unterschiedliche Voraussetzungen aus.

Im Mittelpunkt des finnischen Schulsystems stehen die Chancengleichheit und das Wohlbefinden jedes einzelnen Kindes.

Schule und Selbstständigkeit

Die Klassen sind mit durchschnittlich 15 bis 16 Schülerinnen und Schülern vergleichsweise klein. Interessanterweise ist dies nicht gesetzlich vorgeschrieben, sondern hat sich in der Praxis so entwickelt.

Eltern haben zudem keine freie Schulwahl. Kinder werden mit sieben Jahren an der nächstgelegenen Schule eingeschult. Der Unterricht endet selbst für ältere Schülerinnen und Schüler spätestens um 14 Uhr, sodass ausreichend Zeit für eigenständiges Lernen und Freizeit bleibt.

Bereits Kinder im ersten Schuljahr sind daran gewöhnt, nach der Schule allein nach Hause zu gehen und dort zu warten, bis ihre Eltern von der Arbeit zurückkehren. Schulkinder übernehmen von Anfang an Verantwortung für ihr eigenes Lernen.

Lernen mit persönlichen Zielen

So finden beispielsweise Schülersprechtage statt, bei denen gemeinsam mit den Kindern Ziele vereinbart werden. Beim nächsten Gespräch wird überprüft, inwieweit diese Ziele erreicht wurden.

Dabei geht es nicht nur um fachliche Leistungen, sondern auch um soziale Kompetenzen und persönliche Entwicklung. Ziele können beispielsweise sein:

    • Ich kann in einer Gruppe arbeiten.
    • Ich halte mich an gemeinsame Absprachen.
    • Ich trage meinen Teil zur Arbeit bei.
    • Ich arbeite sicher und verantwortungsvoll mit digitalen Medien.
    • Ich achte auf meine eigene Sicherheit und die anderer.

Ein Bildungssystem in Bewegung

Das finnische Bildungssystem wird regelmäßig hinterfragt und weiterentwickelt. So wurde die Schulpflicht erst vor wenigen Jahren bis zum 18. Lebensjahr verlängert.

Hintergrund dieser Entscheidung war die Erkenntnis, dass junge Menschen in einer zunehmend komplexen, schnelllebigen und sich ständig verändernden Welt mit 16 Jahren häufig noch nicht ausreichend vorbereitet sind, um ihren weiteren Bildungs- und Lebensweg eigenständig zu gestalten.

Fächerübergreifendes Lernen im Alltag

Ein weiterer Schwerpunkt des finnischen Schulsystems ist das individuelle Lernen sowie eine ganzheitliche Sichtweise auf die Welt. Schließlich greifen viele Themen ineinander und lassen sich nicht eindeutig einzelnen Fächern wie Mathematik, Sprachen oder Sachunterricht zuordnen.

Deshalb ist jede Schule verpflichtet, mindestens ein fächerübergreifendes Projekt pro Jahr über einen längeren Zeitraum durchzuführen. Dabei handelt es sich nicht um außergewöhnlich große Projekte, sondern um lebensnahe Themen aus dem Alltag der Kinder, beispielsweise:

    • Sicherheit im Leben
    • Die Auswirkungen von Sport auf mein Leben
    • Woher kommen unsere Alltagsgegenstände?

Fazit

Alles in allem war diese Woche sehr informativ und intensiv, und ich bin mit vielen neuen Eindrücken zurückgekehrt.

Besonders wertvoll war die Möglichkeit, sich über mehrere Tage intensiv mit einem Bildungssystem auseinanderzusetzen, neue Perspektiven kennenzulernen und sich mit Kolleginnen und Kollegen aus vielen verschiedenen Ländern auszutauschen.

Erasmus+-Fortbildung in Málaga

Umgang mit heterogenen Lerngruppen - ein Bericht von Frau Niehues

Der zweite Erasmus+-Kurs, den ich besuchen durfte, fand im Juni in Málaga statt. Da wir in den letzten Jahren in allen Klassen immer mehr mit heterogenen Lerngruppen arbeiten, war ein weiteres im Vorfeld formuliertes Ziel, den Umgang mit diesen Lerngruppen genauer anzusehen und Hilfestellung bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu erhalten.

Internationale Lerngruppe und sprachlicher Austausch

Der Kurs war relativ klein und wir waren nur neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer: sechs Frauen aus Litauen, ein Lehrerpaar aus Portugal und ich. Das Kennenlernen sowie der Austausch über die Problematiken an den einzelnen Schulen gingen dadurch sehr schnell. Da die Kurssprache Englisch war, war der sprachliche Lernzuwachs in diesem intensiven Kurs für mich deutlich spürbar.

Fokus: Lernen in heterogenen Gruppen

Thematisch haben wir uns mit den verschiedenen Lerntypen beschäftigt und damit, was in Schülerinnen und Schülern allgemein vorgeht. Der Fokus lag dabei auf den beiden Enden der heterogenen Lerngruppen: den Kindern, die langsamer lernen, und denen, denen alles nur so zufliegt und die immer sofort mit allen Arbeiten fertig sind.

Wie fühlen sich Kinder, wenn sie merken, dass andere Kinder immer schneller sind? Wie fühlen sich Kinder, wenn sie schon wieder mit einer Aufgabe fertig sind, ohne sich besonders angestrengt zu haben, und anschließend nur mit einem weiteren – in ihren Augen langweiligen – Arbeitsblatt beschäftigt werden? Und was passiert mit diesen Kindern, wenn sie dann doch einmal nur acht von zehn Punkten in einer Klassenarbeit erhalten?

Praktische Übungen und Perspektivwechsel

Um diese Fragen besser nachvollziehen zu können, haben wir Rollenspiele durchgeführt. Darüber hinaus standen zahlreiche Entspannungsübungen sowie Übungen zur Gefühlserkennung und zum Ausdruck von Gefühlen auf dem Programm.

Lernen außerhalb des Klassenraums

Einen Vormittag haben wir den Kurs nach draußen verlegt und im botanischen Garten einen Klassenausflug mit verschiedenen Lernzielen simuliert. Dadurch konnten wir praktische Ideen für einen abwechslungsreichen und inklusiven Unterricht sammeln.

Wertvoller europäischer Austausch

Neben den fachlichen Inhalten war auch der kollegiale und europäische Austausch mit den anderen Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern erneut eine sehr bereichernde Erfahrung.

Fazit

Es war eine schöne und sehr intensive Woche, aus der ich mit vielen neuen Ideen und zahlreichen Aha-Momenten nach Hause gekommen bin.